Tödliches Bauernschach des Sebastian Kurz

In Gedenken an Anton und dessen Kollegen, welche ihm willig in den Tod folgten und künftig noch folgen werden.

Bekannter Weise erhält die Baby-blaue Bewegung des aktuellen ÖVP-Außenministers und -Obmannes Kurz Wahlkampf-Zuwendungen in Höhe zahlloser Millionen. Während also der ausbildungslose Knochenmann die Kohle meist ungenannter Förderer beidhändig in die Bewerbung seiner farblosen Person investieren lässt, fallen anderorts die Landwirte, als würden unter Anwendung echter Schusswaffen und Schlingen die Endsieg-Grabenkämpfe im brandenburgischen Oderbruch nachgestellt werden. Doch gleich zu einer wahren Geschichte, die dem schmucken Sebastian wohl am Gesäß vorbei gehen will:

Die Rede ist nun von Anton (Name geändert, wahre Identität bekannt). Anton war Biobauer, lieferte über Jahre zuverlässig und in bester Qualität sein Korn (Roggen, Gerste, Hafer) an einen genossenschaftlichen Mischkonzern, deren Mitarbeiter im Einkauf die Fragen nach Preis und Bezahlung für die jeweilige Kornlieferung stets wie folgt beantworten: “Du, lade Dein Korn erst einmal ab, den Preis pro Tonne kann ich Dir frühestens in drei Monaten nennen und bezahlt wird in einem halben Jahr.” Wie? Ja, in der Tat erhalten die braven Landwirte – wenn überhaupt – ihren Arbeitslohn unbekannten Ausmaßes ein halbes Jahr nach Lieferung! Denn: Oftmals bestehen dramatische Abhängigkeiten, zumal die Mehrzahl der Bauern aufgrund listiger Gesetzmäßigkeiten und Bestimmungen dazu genötigt werden, Stallungen für Viehhaltung und Lagerung der Ernte per Kreditfinanzierung zu errichten. Also: Primärer Abnehmer der Ernte ist die Agrarsparte jenes Konzerns, welcher im Volksmund auch als “die grüne Mafia” oder “die Firma mit den umgedrehten Gummistiefeln im Logo” bezeichnet wird. Weiters verfügt die gleiche Unternehmung über ein Bankensegment, welches die dauerhaft blutenden Bauern und loyalen Eigner von Genossenschaftsanteilen gegen horrende Zinsen mit dem nötigen Kapital ausstatten. Benötigt der Landwirt nun Maschinen, Zugfahrzeuge und/oder Baumaterial, so sind zahlreich Mitarbeiter sogenannter “Experten- oder Meister-Center“ zur Stelle und verhökern dem Bedürftigen Material auf Pump.

Auch Anton wurde seine neue Halle unter Einsatz von Genossenschaftsgeldern finanziert. Da die Ernte des letzten Jahres (2016) großartig ausgefallen war und der 42Jährige im Stile eines schlauen Bauers gewirtschaftet hatte, wollte jener den nötigen Kauf eines Traktors zum Preise von EUR 45.000 in bar tätigen. Der Weg zur nächsten Filiale des gewerblichen Giganten war kurz, Anton sprach den ihm über Jahre bekannten Niederlassungsleiter auf den gewünschten Traktorkauf an und erhielt als Antwort einen Fingerzeig auf den wohl bereit gelegten Kreditvertrag. Da Anton sich nicht weiter in Schulden begeben wollte, erinnerte er den Verkäufer an die Absicht, das Zugfahrzeug in bar bezahlen zu wollen. Entgegnung des Filialleiters: „Nein, nein, nimm Platz und vertraue darauf, dass wir Dir einen tollen Vertrag erstellt haben! Hier, unterschreibe. Den Traktor kannst Du dann in drei Tagen abholen.“ Anton beharrte auf seine Absicht der Barzahlung und wurde des Büros verwiesen. Auf dem Weg aus der Filiale rief ihm der offenbare Erpresser noch „Du wirst sehen, was Du davon hast!“ hinterher. Drei Tage später erhielt Anton ein Schreiben der kreditgebenden Bank, welche ihm die gesamte Finanzierung seines neuen Stalls im Ausmaß von EUR 240.000,00 fällig gestellt hatte. Anton war außer sich und rief sodann den Kundenbetreuer der Genossenschaftsbank an, um nach der Begründung für diese üble Entscheidung zu fragen. Antwort: „Schau, Toni, Du gönnst uns die geringen Zinsen auf die Traktorfinanzierung nicht und wir wollen nun unser Geld zurück. Denn: Wenn Du Dir einen Traktor für 45.000,00 EUR in bar leisten kannst, dann wird Dir auch die Rückzahlung der 240.000,00 plus Zinsen und Gebühren für die vorzeitige Auflösung des Kreditvertrags möglich sein. Richtig? Außerdem hättest Du einen Teil der Raten nicht berappen müssen, zumal Deine Kornlieferung aus 2017 noch nicht bezahlt ist. Die Gegenverrechnung wäre kein Problem gewesen, Toni!“ Der Banker beendete durch rüdes Auflegen das Telefonat und ließ Anton mit seiner Sorge um die Finanzierung der Leben seiner Ehefrau und der vier gemeinsamen Kinder alleine.

Stunden waren verstrichen, Anton sah keinen Ausweg. Zu groß war der nun auf ihn ausgeübte Druck, seine geliebte Frau und die süßen Kinder (8, 9, 11 und 12 Jahre jung) waren unterwegs. In panischer Kurzentschlossenheit fand Anton das gesuchte Elektrokabel, stieg zur Schüttluke des Heubodens hoch, legte die eilig geschaffene Schlinge um den Hals und machte, was ihm seine Angst vor Respektsverlust im Kreise der Familie vorschrieb: Den einen, den letzten Schritt. Doch: Im Sturz riss das Kabelende vom tragenden Balken des Dachstuhls und Anton blieb bewusstlos im Heu liegen.

Gefunden wurde Anton von der jüngsten Tochter, seiner “kleinen Prinzessin“, wie er sie nannte. Per Hubschrauber gelangte der einst liebende Vater der Kinder erst in die nächste Klinik, hernach wurde dieser zwangsweise in die nahe Psychiatrie eingeliefert.

Am heutigen Nachmittag wurde mir telefonisch der finale Akt im Leben des braven Bauern Anton näher gebracht: Gerne trank er in den Tagen seines zweiwöchigen Aufenthalts in der allseits verhassten Psychiatrie ein Döschen Limonade. Da zur Kündigung des Kreditvertrags und der für Anton nicht zahlbaren Viertelmillion noch die Androhung der Bank hinzu kam, Antons Erbhof versteigern zu wollen, nahm der gute Mann in einer unbetreuten Viertelstunde den Zugring einer Sprudeldose und schnitt sich Puls- sowie Halsschlagadern auf. Anton verblutete noch vor dem ersehnten Besuch seiner “kleinen Prinzessin“ und der geliebten Restfamilie.

Kurz vor Erhalt der Todesnachricht des Bauern Anton las ich die Titelzeile der Online-Ausgabe einer österreichischen Tageszeitung: „Sebastian Kurz wird von Eliteeinheit der österreichischen Polizei beschützt!“ Weiters: „Minister Kurz, Kanzler Kern und dem österreichischen Bundespräsidenten VDB wurde die 24-Stunden-Betreuung durch den Chef der polizeilichen Sondereinheit KOBRA zugesichert.“

Ruhe in Frieden, Anton.

Tom Landon, Autor, www.mycore.global

Ein Gedanke zu „Tödliches Bauernschach des Sebastian Kurz

  1. Es ist zum davon laufen…Aus Esotherik Kreisen hört man die längste Zeit, wir kommen, es wird besser, habt vertrauen, sendet Licht und Liebe! Gott…verd…Sch…(Fluch) Was man aussendet kommt zu dir zurück…wir haben uns unser Schicksal vorgeburtlich so gewählt! Pfeiffendeckel….ja sind den alle guten Menschen besoffen gewesen als sie sich mit diesem Leben einverstanden erklärten??? Lieber Gott, liebe Esofreaks…wenn nicht wirklich bald etwas entscheidendes passiert sind alle guten Menschen tod und kabutt! Wenn nur noch schwarzmagische dunkle Mächte am gewinnen sind…kann man getrost alles vergessen!
    Dieser armen Frau und den Kindern, was soll man denen wünschen??? Anton hat es hinter sich, aber seine Prinzessin wird ein leben lang an dieser Himmelschreienden Ungerechtigkeit zu beisen haben!

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