Darf mein Verein auch Rechnungen stellen?

Ja, der Verein darf nach österreichischem Vereinsrecht auch Fakturen (Rechnungen) stellen. Zu beachten sind hierbei die folgenden Dinge/Elemente einer Ausgangsrechnung des Vereins:

  1. Name und Anschrift des Vereins/Vorstands (Vereinsadresse).
  2. Name und Anschrift des Rechnungsempfängers (Förderers/Mitglieds/Spenders).
  3. Ausstellungsdatum.
  4. Datum der Leistungserbringung.
  5. UID-Nummer des (falls gewerblich) Empfängers.
  6. Fortlaufende Rechnungsnummer.
  7. Leistungsbeschreibung (Art, Umstand/Umfang dieser).
  8. Höhe des Leistungsentgelts (netto).
  9. Steuersatz (“Umsatzsteuer: 0%” – oder Hinweis auf Übergang der Steuerschuld, falls verrechnet).
  10. ZVR-Nummer.
  11. Steuerbetrag (“Umsatzsteuer: 0,00 EUR”).
  12. Reale oder elektronische Signatur.
  13. Hinweis auf “Liebhaberei” als Voraussetzung für absolute Steuerfreiheit.

Nachteil der Umsatzsteuer-Befreiung: Keine Vorsteuerabzugsberechtigung.

Vereine mit dem Charakter der Gemeinnützigkeit können jedoch einer Umsatzsteuerpflicht unterworfen werden, sobald diese unternehmerische Tätigkeiten im Sinne des Handels oder des regulären Gewerbes (KFZ-Reparaturen, Baugewerbe et cetera) ausführen. In jenem Falle wäre eine Umsatzsteuer im Ausmaß von 10 % eigenständig durch das Präsidium an das zuständige Finanzamt abzuführen.

Primär sind Mitgliedsbeiträge, Spenden und/oder Subventionen nicht umsatzsteuerpflichtig, solange für diese Einnahmen vom Verein keine unmittelbaren Gegenleistungen (Warenlieferungen, Reparaturarbeiten und ähnlich) erbracht werden.

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